Freunde, Kollegen, Konkurrenten
Montag, 21. April 2008
Montag, 31. März 2008
Drehbuchschreiber müsste man sein
Montag, 10. März 2008
Das ist nicht tot, was ewig liegt…
Samstag, 26. Januar 2008
Pirates of the Caribbean: At World's End
Was man in AWE so alles entdecken kann:
Motivationen
Wie Calypso schon früh sagt: „For what we want most, there is a cost that must be paid in the end.“ Was wollen sie denn alle am meisten?
Will: Vater retten + Elizabeth zurückgewinnen. Gelingt ihm beides, aber er zahlt den Preis.
Calypso: Freiheit. Dafür verliert sie Davy Jones.
Norrington: Ehre zurückgewinnen + Elizabeth in Sicherheit wissen.
Elizabeth: Jack + Beziehung zu Will retten.
Bootstrap Bill: Gerettet werden, aber Will auch nicht die Zukunft mit Elizabeth vermasseln. Gelingt ihm zwar nur teilweise, dafür ist er außer Jack der einzige, der den Preis freiwillig zahlt. (Wenn man davon absieht, dass es auch Teil des Preises sein könnte, seinem Sohn das Herz rauszuschneiden – urgh! Aber darauf hatte er ja nur begrenzt Einfluß.)
Jack: Unsterblichkeit. Die erringt er (vorläufig) nicht, aber nur, weil er vor einer Entscheidung steht, die Elizabeth ihm in Teil 2 prophezeit hat, und er sich entschließt, selbstlos zu handeln. Er opfert also das, was er am meisten will und zahlt damit den Preis.
Und die Schurken scheitern natürlich alle grandios an ihren größten Wünschen. :-)
Hinweise auf das Ende
Die Fahrt im Eismeer: Will sieht sich die Karte an, entdeckt die Hinweise „Over the edge. Over again“ und „Sunrise sets flash of green“. Bei der Einfahrt in den Eistunnel wird ausschließlich Wills Reaktion gezeigt. Genausogut hätten sie den Rest der Bande staunen lassen können! Aber so deutet beides auf Wills zukünftige Reisen in das Totenreich hin.
Auf dem Weg zum Ende der Welt: Elizabeths und Wills kurzes und recht unergiebiges Gespräch, in dem die Entfremdung der beiden hervorgehoben wird, ist unterlegt mit zwei miteinander verwobenen Musikthemen – Davy Jones’ und Calypsos Spieluhrthema und das epische Thema von Will und Elizabeth.
Im Totenreich: Sämtliche Gespräche (und Blicke) zwischen Will und Tia Dalma/Calypso, u.a. ihr Hinweis auf den hohen Preis, der für die Erfüllung der größten Wünsche gezahlt werden muß, und natürlich nach Swanns Enthüllung über das Schicksal dessen, der Jones tötet, die Wiederholung ihrer Worte bei der ersten Begegnung mit Will – „A touch of destiny“.
Nach der Rückkehr aus dem Totenreich: Sao Feng und Jack bezeichnen Will als „Captain Turner“.
Jacks und Wills Gespräch in der „Leichenfässer“-Szene: „If you choose to lock your heart away, you will lose her for certain.” (Beachtlich: Johnny betont das “choose”. Am Ende schließt Will tatsächlich sein Herz weg, aber nicht aus eigenem Entschluß – und er bekommt Elizabeth!)
Sonstige Auffälligkeiten
Das Gemälde auf Davy Jones’ Orgel. (Und ja, man kann es schon in Teil 2 sehen, wenn man weiß, worauf man zu achten hat.)
Nach der Auslieferung an Davy Jones wird Jack de facto Mitglied der Crew, und tatsächlich verlässt er die Flying Dutchman bis nach Jones’ Tod nicht.
Beabsichtigt? Das Jesus-Motiv. Wills Tod und Auferstehung inklusive Erlösung einiger armer Seelen. In Wills ersten Szenen im Film hat er außerdem die Kreuz-Haltung inne. Desweiteren benutzt Bootstrap Bill im Gespräch mit Elizabeth über Will den Ausruf „God’s wounds!“, was als solches nicht weiter auffällig wäre (war ein durchaus üblicher Spruch), aber im Zusammenhang gesehen…
Eine meiner Lieblingsszenen: Parlay! Eine wunderbare Hommage an „Spiel mir das Lied vom Tod“ komplett mit Close-ups auf die Gesichter. Hans Zimmer hat dazu das berühmte Mundharmonika-Thema abgewandelt: Die Mundharmonika fehlt natürlich, aber die anfängliche, ominöse Geigen(?)-Musik ist die gleiche geblieben, und dazu hat er Wills und Elizabeths Thema in genau der gleichen Art wie Morricone eines der Themen aus dem Western mit E-Gitarre aufgemotzt. Grandios!
Double- and triple-crossing
Weil’s so viel davon gibt, habe ich mal eine Liste gemacht. :-)
Singapur:
- Sao Feng will Deal mit Beckett („The only way a pirate can make profit anymore is by betraying other pirates.“)
- Will bietet ihm das Mittel (=Jack) dazu an, im Gegenzug für Schiff, Crew und Karte sowie das Versprechen, die Pearl zu erhalten. (-> Mercer wird Zeuge des Deals.)
- Sao Feng macht Deal mit Beckett: Auslieferung von Jack, Elizabeth und Will gegen die Pearl. Beckett will außerdem Infos über das Treffen der Bruderschaft, Sao Feng hält aber dicht.
-> Im Totenreich: Jack erfährt die Geschichte von Jones’ Herz.
- Will lockt Jack + Barbossa zum Treffpunkt mit Sao Feng.
- Beckett hintergeht Sao Feng und will die Pearl einbehalten.
- Deal auf der Endeavour: Jack führt Beckett zu Shipwreck Cove, Beckett klärt Jacks Schuld bei Jones.
- Deal auf der Pearl: Sao Feng bekommt Elizabeth (die er für Calypso hält) und fährt zu Shipwreck Cove, hilft im Gegenzug bei der Flucht.
- Jack lässt Will in Knast werfen; Will entkommt wie erwartet und greift zu Plan B, indem er eine „Brotspur“ für Beckett legt. Jack erläutert ihm seinen Plan, Jones zu töten, gibt ihm den Kompass und einen Gruß an Jones mit.
- Auf der Dutchman erfährt Elizabeth von Herz; Norrington hilft ihr und der Crew der Empress zu fliehen.
- Will wird von der Endeavour aufgelesen und lässt Jones zum Ärger von Beckett wissen, dass Jack lebt. Jones fordert seine Schuld ein. Deal mit Beckett und Jones: Freiheit von Turner senior gegen Calypsos Tod, Wills und Elizabeths Sicherheit gegen die Lage von Shipwreck Cove. Will erzählt, dass Calypso an Bord der Pearl sei und präsentiert Kompass. Beckett erkennt Jacks Plan dahinter, glaubt aber, Jack meine den Verrat ernst.
- Während des Piratentreffens entwendet Barbossa sieben der neun pieces of eight, um Calypso wie versprochen zu befreien. Jack unterstützt Elizabeth, weil er eine Möglichkeit braucht, an Bord der Dutchman zu kommen (und vielleicht, weil er glaubt, dass sie recht hat). Derweil besucht Jones Calypso, um sie zu töten, bringt es aber nicht fertig.
- Während des Parlay begreift Elizabeth aus Blicken und Andeutungen von Will und Jack, was die beiden planen; sie schlägt einen Austausch vor. Barbossa nimmt Jacks piece of eight an sich. Jack gelangt erfolgreich auf die Dutchman. Barbossa befreit Calypso; Will berichtet ihr von Jones’ Verrat; Calypso bleibt neutral.
Ringschlüsse
Teil 3 endet, wie Teil 1 begonnen hat: Jack in Boot, Barbossa auf der Pearl, Gibbs in Tortuga, alle auf der Suche nach neuen Abenteuern.
Fies: Will wird mit dem Degen getötet, den er in Teil 1 für Norrington gemacht hat.
Wills und Elizabeths Sohn singt das berühmte Piratenlied, wie Elizabeth als Kind zu Beginn von Teil 1.
Als Jack einen Weg aus dem Gefängnis der Dutchman sucht, fordert er sich auf: „Think like the whelp“ und entdeckt den Ausweg „Half-pin barrel hinges – leverage!“, alles Erinnerungen an den ersten Film.
Beim Abschied erklärt Elizabeth, mit ihr und Jack hätte es nie funktioniert; die gleichen Worte, die Jack am Ende von Teil 1 benutzt. Barbossa verabschiedet sich mit „Mrs. Turner“, in Anklang daran, dass er sie im ersten Film fast durchgehend als „Miss Turner“ tituliert hat.
Hat übrigens jemand bemerkt, wie interessant der Besuch in Tia Dalmas Hütte aus Teil 2 wird, wenn man den dritten Film gesehen hat? Als sie über Davy Jones und seine unglückliche Liebe erzählt, wird immer wieder auf Will geschnitten.
Mittwoch, 16. Januar 2008
Meine ganz persönliche Meeresgöttin...
Na dann: Auf eine lange und treue Beziehung...!
Sonntag, 23. Dezember 2007
Frohen 4. Advent!
(Wird mit jeder Runde witziger, also bleibt dran! :-) )
Sonntag, 16. Dezember 2007
Montag, 10. Dezember 2007
Schönen Wochenstart!
Donnerstag, 6. Dezember 2007
DVD-Extras
Ansonsten sind die Extras ganz ordentlich. Als da wären:
- Keith & Captain Jack (Keith & the Captain)
- Anatomie einer Szene: Der Maelstrom-Strudel (Anatomy of a scene: The Maelstrom)
- Ein Jack kommt selten allein (The Tale of the many Jacks)
- Der Hohe Rat der Bruderschaft (Inside the Brethren Court)
- Die Welt des Chow Yun-Fat (The World of Chow Yun-Fat)
- Zusätzliche Szenen mit Kommentar von Regisseur Gore Verbinski (Deleted scenes)
- Der Maestro der Piraten: Die Musik von Hans Zimmer (The Pirate Maestro: The music of Hans Zimmer)
- Die Piratenhymne: Hoist the Colors (Hoist The Colours)
- Die Meister des Designs (Masters of Design)
Interessant ist alles, sehr unterhaltsam, nicht zu lang und keine zu sehr ins Detail gehenden CGI-Präsentationen, wie ich sie bei The Lord of the Rings zum Einschlafen fand. Natürlich hatten es mir die beiden Musik-Sektionen besonders angetan. Wußtet ihr zum Beispiel, daß Regisseur Gore Verbinski das coole Gitarren-Solo aus „Parlay“ spielt? Oder daß Hans Zimmer durch die Arbeit am Score von Film 3 seine Stärken wiederentdeckt hat, wie er formulierte? „Moody, simple – you know, German.“ :-) Chow Yun-Fat entpuppte sich als Witzbold, und der schönste Versprecher am Dreh stammt von Keith Richards: „Barbarossa is right.“ [Pause, keiner wagt „Cut!“ zu sagen] „No, his name is Barbossa. Sorry.“
Viel Spaß gemacht hat mir Inside the Brethren Court, eine interaktive Sektion, wo man die verschiedenen pieces of eight anwählen kann und etwas über die Hintergründe ihrer jeweiligen Besitzer erfährt.
Die Naturschützerin in mir muß allerdings ein sehr finsteres Gesicht angesichts der irrsinnigen Mengen von Öl und Strom machen, die für die Mahlstrom-Szene verbraten wurden. Am besten denke ich gar nicht darüber nach, welche Auswirkungen diese Hollywood-Monsterproduktionen auf unsere Umwelt haben. Da könnte man glatt zum Piraten im Kampf gegen die Macht der Konzerne werden… Wo schippert doch gerade die Rainbow Warrior II rum?


