Labyrinth, Teil 5: Showdown
In den unwirklich im Nichts schwebenden Ruinen seines Reiches tritt ihr der Koboldkönig noch einmal in den Weg. Diesmal trägt er weiß, als der im Grunde machtlose Geist, der er ist. In fast flüsterndem Ton fordert er Sarahs Gehorsam im Gegenzug für seine Liebe, doch dieses Mal zögert sie nicht. Die Worte aus The Labyrinth zitierend, schleudert sie ihm das entscheidende „You have no power over me“ entgegen, gerade als die Uhr dreizehn schlägt. Die Welt löst sich auf, und als Jareth seine fallende Kristallkugel zu fangen versucht, zerplatzt sie - eine simple Seifenblase. Der schwarze Mann oder das Monster unter dem Bett hat nur so lange Macht, bis man ihm mutig entgegentritt.
Schlag Mitternacht wieder zu Hause, findet Sarah ihren Bruder schlafend in seinem Bett vor und drückt ihm ihren Teddy, den er sich früher zu ihrem Ärger „geborgt“ hatte, in den Arm. Anschließend beginnt sie, in ihrem Zimmer alle Spuren ihrer kindischen Phantasie zu beseitigen. Sie ist erwachsen geworden.
Das Ende steht in gewissem Kontrast zum Rest des Films, aber Jim Henson wollte – auch fast schon klassisch – eine Party am Schluß. So sieht Sarah im Spiegel ihre Freunde aus dem Labyrinth und erklärt, dass sie sie immer noch brauche… woraufhin alle Charaktere, denen man im Zuge der Handlung begegnet ist, in ihrem Zimmer eine Feier veranstalten. Nicht ganz stimmig, aber man kann es natürlich so deuten, dass man auch als Erwachsener nicht zwangsläufig phantasielos sein muß. :-)
Von einem Baum vor Sarahs Fenster aus beobachtet die Eule das Geschehen, bevor sie sich in den Nachthimmel aufschwingt.
Gar nicht schlecht für einen Muppetfilm, was? Da kann man direkt noch was lernen… Es bleibt dem Zuschauer überlassen zu entscheiden, ob Sarah die ganze Geschichte nur geträumt hat oder nicht.
Und soviel dann zur Shipper-Logik. Aber a propos, wusstet ihr, daß es auch eine Menge Ofelia/Faun-Shipper gibt…? Wie das funktionieren soll, muß mir erst mal jemand erklären.


