Ich wünschte, ich wäre Rollenspieler
“Andrew tells his friends that he’s got a nifty idea for a Dark Ages: Vampire Chronicle. He’s been reading about the history of chivalry and wants to delve into changing ideas of holiness in the midst of secular duty. He asks those who’d like to play to come up with character concepts that include a strong religious component.”
Mein erster Gedanke war, ehrlich gesagt: „Oh. Ganz toll.“ Und ich stellte mir vor, was meine Leute sagen würden, käme ich mit dieser nifty idea an. Natürlich ist das DA-Setting und noch viel mehr die DA-Clansroman-Reihe dem mittelalterlichen Weltbild entsprechend sehr von religiösen Anschauungen geprägt. Beim Tischrollenspiel erfordert das allerdings einiges an Hintergrundwissen, einen Spielleiter, der die Stimmung der Zeit gut rüberbringen kann, und Spieler, die sich darauf einlassen – kurzgefaßt: Es erfordert verdammt fortgeschrittenes Rollenspiel. Nun bin ich leider so überhaupt nicht gut im Vermitteln von Stimmungen; an guten Tagen schaffe ich das vielleicht beim Schreiben, aber beim Spielen bin ich ja schon glücklich, wenn die NSCs halbwegs glaubhaft wirken. Also Hut ab vor jedem, der ein SL wie Andrew ist…!
Tja, meine lieben Spieler, ich fürchte, wir müssen es weiterhin semi-professionell machen – und wenn irgendwelche Leute mit ungarischen Namen in Transsylvanien rumlaufen, die katholische Messe vorn und hinten nicht passt oder die verschiedenen Machtgruppen 50 Jahre später als in Realität in Erscheinung treten, dann ist das eben so. White Wolf mogelt schließlich auch. Die Fortschritt-Bibliothek, sage ich nur, oder York Castle… und Moment, Vampire?!



