I shot Andy Warhol
Die radikale Feministin und Männerhasserin Valerie Solanas schlägt sich im New York der 60er eher schlecht als recht durch, als sie zufällig mit dem Künstlerkreis um Andy Warhol in Kontakt kommt. Mit der ihr eigenen Besessenheit beschließt sie, Warhol sei der Richtige, ihr programmatisches Theaterstück zu verfilmen. Zunächst zeigt der Künstler Interesse an der unbequemen und unangepassten Valerie, doch als ihre Aggressivität und Paranoia immer stärker zu Tage treten, wird sie aus seinem Kreis ausgeschlossen. In ihrem Wahn schiebt sie das Scheitern all ihrer Pläne auf Warhol, bis sie eines Tages die einzig logische Konsequenz zieht…
Ich weiß schon, warum mir Radikalinskis suspekt sind.
Basierend auf einer wahren Begebenheit erzählt I Shot Andy Warhol die Hintergründe des Attentats auf Warhol und Mario Amaya nahezu ausschließlich aus der Sicht von Valerie Solanas, was dem Film eindeutig zum Vorteil gereicht. Die Verlockung, mehr über den introvertierten Künstler einzubringen, muß doch recht groß gewesen sein, aber Lili Taylor trägt den Film mit ihrer Darstellung der fanatischen und mehr und mehr von einer fixen Idee besessenen Valerie. Keine leichte Kost, aber lohnenswert.
ClarissaS - 2. Jun, 05:41



