Dienstag, 8. April 2008
Die glorreichen Drei
Der junge Aeronaut Lee Scoresby und sein Dæmon Hester kommen auf die entlegene Insel Novy Odense, wo sie alsbald zwischen alle Fronten geraten. Öl ist entdeckt worden; ein ehrgeiziger Politiker scheut keine Mittel und Wege, sich die Macht zu sichern; ein Schiff wird aus fadenscheinigen Gründen am Auslaufen gehindert; die zivile Kontrollstelle sieht ihre Autorität von dem bewaffneten Sicherheitsdienst einer einflussreichen Firma bedroht; eine rätselhafte junge Frau sucht Lees Rat; und ein alter Widersacher taucht auf. Gut, daß sich Lee und Hester der Unterstützung des Panzerbären Iorek Byrnison versichern können…
Eine Mischung aus Once upon a time in the West und The Magnificent Seven mit Fischöl-Charme, in der der große Shootout natürlich nicht fehlen darf. Selbst die klassischen Westernvertreter des weiblichen Geschlechts, die verführerische, aber verruchte (in diesem Fall strohdoofe) Sirene und die kühle, aber integre Heroine (hier eine Bibliotheksangestellte! Hurra!!) sind vorhanden. Habe mich bei der Lektüre des leider viel zu kurzen Büchleins köstlich amüsiert.
Gag am Rande: Der Kapitän des den Hafen nicht verlassen dürfenden Schiffes ist Holländer, was die Sage vom fliegenden Holländer irgendwie ins Gegenteil verkehrt…
Darüber hinaus sind ein paar nette Extras vorhanden, so das Brettspiel „Peril of the Pole“ und drei Briefe, die wie Lyra's Oxford offensichtlich schon mal langsam auf Teil 4 von His Dark Materials vorbereiten sollen. Zur deutschen Ausgabe habe ich noch nichts gefunden – hoffe, sie übersetzen den Titel wenigstens halbwegs clever. Spiel mir das Lied vom Norden oder so…



